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Ramadan & Zuckerfest

Die Kinder zeigen, wie ihre Eltern beten
Datum:
9. Apr. 2026
Von:
Yvonne Gäng

Am 18. Februar besuchte uns eine muslimische Familie, deren Kinder in unsere Einrichtung sind. Sie besuchten uns um uns etwas über den Ramadan zu erzählen, der genau an diesem Tag begann.

An dem Tag haben sich alle Kinder und Erzieherinnen in der Turnhalle versammelt. Die Eltern erzählten uns, dass der Ramadan 30 Tage dauert und dass dies die Fastenzeit der Muslime ist. Hierzu haben sie uns eine Ramadan Uhr mitgebracht, auf der man einstellen kann, der wievielte Tag vom Ramadan ist. Außerdem erklärten sie, dass der Beginn des Ramadans immer anders ist. Das liegt daran, dass sich der Beginn nach dem islamischen Mondkalender richtet. Der Ramadan ist immer der 9. Monat des islamischen Mondkalenders. Es ist somit Zufall, dass christliche Fastenzeit gemeinsam mit der muslimischen Fastenzeit beginnt. Das ist nur alle 30 Jahre der Fall.

Beim Ramadan so erklärten die Eltern, darf man von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts Essen und Trinken. Aber das gilt nicht für alle Muslime. Kinder, Kranke und schwangere Frauen sollen keinen Ramadan machen.

Während des Ramadans müssen die Muslime viel beten, den Koran (heilige Schrift des Islams) einmal ganz lesen und Wohltätig zueinander sein. Die Kinder der Familie zeigten uns wie die Eltern beten. Dazu haben wir die beiden Gebetsteppiche aus unserer Religionskisten genommen. Der Papa schaute, mit Hilfe eines Kompasses, dass die Gebetsteppiche und die Kinder in Richtung Mekka schauten und beteten.

Dann holte der Papa einen Kalender aus einer Tasche und erklärte, dass die Kinder während des Ramadans einen Kalender haben an dem sie jeden Tag ein Türchen öffnen dürfen. Jedoch war der gezeigte Kalender schon offen. Daher kam ein anderer Kalender zum Vorschein. An diesem hingen mehrere Säckchen (insgesamt 32), so dass jedes Kind während dem Ramadan ein Säckchen erhalten kann.

Die Ramadan-Uhr und den Ramadankalender haben wir in unserer Gruppe aufgehangen. Um den Kalender herum haben wir noch etwas Dekoration angebracht. Jeden Tag öffnet ein anderes Kind den Kalender und stellt die Ramaden-Uhr einen Tag weiter.

Zum Schluss erklärten die Eltern uns, dass wenn der Ramadan beendet ist ein großes Fest gefeiert wird mit der ganzen Familie. Das Fest heißt „Zuckerfest“ und dauert 3 Tage.  Zu diesem Fest kam die Familie erneut zu Besuch. Wenn dieses Fest beginnt, so haben die Eltern gesagt, werden sie uns wieder besuchen und uns darüber berichten.

Am Freitag (20.03.2026) war nun, nach 30 Tagen Fastenzeit der Monat Ramadan, bei den Muslimen, beendet. Nach dieser Fastenzeit wird ein großes Fest gefeiert, welches 3 Tage dauert. Dieses Fest heißt auf Arabisch „Eid al-Fitr“ und ist bei uns bekannt unter dem Namen „Zuckerfest“.

Um mehr über das Zuckerfest zu erfahren, hat uns die muslimische Familie besucht. An dem Freitag kamen sie vorbei um uns eine Kleinigkeit zu schenken. Sie waren alle in festlicher Kleidung und haben jedem Kind und jeder Erzieherin ein Säckchen mit Süßigkeiten mitgebracht.

Am Montag kamen sie dann erneut, um uns mehr über das Fest zu erzählen. Sie erzählten uns, dass in diesen drei Tagen sich die ganze Familie trifft.  An diesen Tagen wird gemeinsam ganz viel gefeiert, getanzt, gesungen und gegessen. Zu diesem Fest gibt es zudem neue Kleider, viele Süßigkeiten und für die Kinder Geld oder Geschenke.

Die Eltern erklären, dass es in Syrien so ist, dass die Kinder am Zuckerfest in Gruppen zusammen durch das Dorf gehen und von Haus zu Haus ziehen. Dort bekommen sie dann Süßigkeiten oder Geld von den Leuten.

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