Rückblick der religionspädagogischen Arbeit im kath. Kinderhaus St. Josef Eppelborn


Im Mittelpunkt unserer päd. Arbeit in der ersten Jahreshälfte 2026 stand das Leben und Wirken Jesu. In Kleingruppen haben wir mit den Kindern zwei zentrale Geschichten erarbeitet: „Jesus segnet die Kinder“ sowie „Jesus und Zachäus“. Die Kinder konnten sich auf unterschiedliche Weise mit den Inhalten auseinandersetzen, Fragen stellen und die Geschichten aktiv mitgestalten, und so vom Leben und Wirken Jesu erfahren.
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt war die Erzählung und das Nachspielen des Einzugs Jesu in Jerusalem (Palmsonntag). Gemeinsam mit den Kindern haben wir die Szene in kindgerechter Form aufgegriffen: Die Kinder hörten die Geschichte, versetzten sich in die Menschenmenge hinein und konnten selbst erleben, wie Jesus mit Zweigen und Jubelrufen empfangen wurde. Durch das aktive Mitgestalten - beispielsweise durch das Darstellen im Rollenspiel und das Verwenden von einfachen symbolischen Elementen wie Zweigen - wurde die Bedeutung dieses Ereignisses für die Kinder erfahrbar. Dabei stand insbesondere das Gefühl von Gemeinschaft, Freude und Willkommen - Sein im Vordergrund.
Am Gründonnerstag durften wir Frau B. ( Mitarbeiterin des pastoralen Raum Lebach) bei uns im Kinderhaus begrüßen. Sie gestaltete in zwei Gruppen-für die 0-3-jährigen sowie die 4-6-jährigen Kinder- gemeinsam mit dem Team eine Feier zum letzten Abendmahl. In einer ruhigen und wertschätzenden Atmosphäre wurden die Kinder behutsam an die Geschichte herangeführt. Zentrale Elemente waren das gemeinsame Erzählen, die Gemeinschaft an einem schön gedeckten Tisch und die besondere Stimmung.

Besonders eindrücklich war für die Kinder das gemeinsame Teilen von Brot und Wein (bzw. Traubensaft). Dabei konnten sie die Bedeutung von Gemeinschaft, Teilen und Miteinander unmittelbar erleben. Die Kinder zeigten sich sehr aufmerksam, stellten viele Fragen und waren sichtbar in die Situation eingebunden. Ein besonders berührender Moment war, als ein Kind spontan und ganz frei das Tischgebet für die gesamte Gruppe sprach - ein Ausdruck von Vertrauen, Beteiligung und gelebter Gemeinschaft.
Nach den Osterfeiertagen haben wir am Dienstag gemeinsam in unserer Turnhalle Ostern gefeiert. In dieser Feier wurden die zuvor behandelten Jesusgeschichten nochmals aufgegriffen und zusammengeführt. Auch die Erzählung vom Tod Jesu wurde in kindgerechter Form eingebettet, um den Kindern einen Gesamtzusammenhang zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt stand anschließend die Botschaft von Ostern als Fest der Auferstehung, des Neuanfangs und der Hoffnung. Die Kinder konnten erleben, dass mit der Auferstehung Jesu ein Zeichen gesetzt wird, das Mut macht und Zuversicht schenkt. Diese Inhalte wurden den Kindern einfühlsam vermittelt und von ihnen mit großem Interesse aufgenommen.
Ein besonders freudiger Teil der Osterfeier war das anschließende Suchen der Ostergeschenke im Außengelände. Jedes Kind durfte sein eigenes kleines Rassel - Osterei entdecken. Die Freude darüber war groß und die Kinder konnten direkt mit ihren neuen „Instrumenten“ aktiv werden - unter anderem passend zu unserem Kinderhaus - Hit: „Gottes Liebe ist so wunderbar“, den wir gemeinsam musizieren und begleiten.
Wir als Team sind dankbar, gemeinsam mit den Kindern immer wieder solche besonderen Momente erleben zu dürfen - Momente voller Freude, Gemeinschaft und auch tiefer Dankbarkeit.
Die Erfahrung, dass auf schwierige oder stille Zeiten wieder neue Hoffnung und Freude folgen, begleitet uns dabei immer wieder.
Diese Haltung möchten wir auch weiterhin mit den Kindern leben und weitergeben - in der Hoffnung, dass solche Gedanken über unsere Einrichtung hinauswirken und zu mehr Frieden, Verständnis und Miteinander in unserer Welt beitragen.
