Einsatz des 3D-Druckers in der kath. Kita St. Raphael Bous


In unserer Kita haben wir seit einiger Zeit einen 3D-Drucker. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns zunächst angeschaut, wie ein 3D-Drucker überhaupt arbeitet und wie aus einer Idee ein fertiger Gegenstand entstehen kann. Die Kinder konnten beobachten, wie der Drucker Schicht für Schicht Material aufträgt, bis am Ende ein fertiges Objekt entsteht. Dabei haben wir darüber gesprochen, dass der Drucker nach einer digitalen Vorlage arbeitet und dadurch viele verschiedene Dinge hergestellt werden können.
Im nächsten Schritt überlegten wir gemeinsam, was wir mit unserem 3D-Drucker alles herstellen könnten. Den Kindern war sofort klar, dass man damit auch Spielmaterialien anfertigen kann. Diese Idee begeisterte die Gruppe sehr. Deshalb starteten wir unser erstes kleines Projekt und druckten Fingerboards. Die Kinder beobachteten den Druckprozess mit großer Neugier und freuten sich sehr über die fertigen Ergebnisse.
Schnell entstanden weitere Ideen. Besonders Geduldsspiele fanden die Kinder spannend, sodass wir auch verschiedene kleine Spielelemente ausprobierten. Dabei merkten die Kinder, dass der 3D-Drucker viele Möglichkeiten bietet, neue Spielsachen selbst herzustellen.
Im Gespräch kam den Kindern außerdem eine besonders nachhaltige Idee: Wenn bei einem Gesellschaftsspiel einmal ein Teil verloren geht, muss das Spiel nicht mehr weggeworfen werden. Stattdessen können wir ein fehlendes Teil einfach neu drucken. So bleibt das Spiel weiterhin nutzbar. Die Kinder erkannten dabei selbst, dass dies auch gut für die Umwelt ist, weil weniger Dinge weggeworfen werden müssen.

Passend zum Frühlingsbeginn entwickelten die Kinder eine weitere kreative Idee. Sie wollten eigene Tischdekoration für unser Kinderrestaurant gestalten. Gemeinsam planen wir nun, verschiedene kleine Frühlingsdekorationen mit dem 3D-Drucker zu entwerfen und herzustellen, die anschließend die Tische schmücken sollen.
Das Projekt mit dem 3D-Drucker zeigt, wie neugierig und kreativ Kinder sind. Sie lernen dabei nicht nur etwas über neue Technik, sondern entwickeln auch eigene Ideen, entdecken Lösungen für Probleme und setzen sich gleichzeitig mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander.
