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Zwischen dem Max-Ophüls-Preis und der Berlinale lag Kinoluft in der kath. Kita St. Monika Wohnstadt:Kinoprojekt „Lebenswelten Kita-Kino in Bewegung“

Die Vorschulkinder lernten in dem mehrtägigen Projekt die Entwicklung des Films kennen
Datum:
20. März 2026
Von:
Kath. Kita St. Monika Wohnstadt

Das Kinoprojekt „Movies in Motion“ wurde als Idee angestoßen von der „Freien Kunstschule Saarlouis“ und wurde von Philipp Huch-Hallwachs koordiniert und begleitet, der sowohl die finanziellen als auch die personellen Voraussetzungen schaffen konnte. Er holte Theresia Dittrich als Medienpädagogin mit ins Boot. Sie bereitete den Ablauf vor und begleitete das Projekt auch vor Ort durchgehend an allen 9 Projekttagen. Zusätzlich besuchten uns an 2 Tagen Frau Svenja Böttger zusammen mit Frau Julia von Knebel. Svenja ist künstlerische Leitung des Max-Ophüls-Filmfestivals und hat hierzu reichlich aus dem Nähkästchen geplaudert.

Dank der Förderung des Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bündnis für Bildung „Kultur macht stark“ konnte das Projekt mit den Gesamtkosten in Höhe von 9200€ für alle Vorschulkinder dieses Jahrgangs finanziert werden.

Wir begannen mit der Sichtung von 3 Kurzfilmen am ersten Tag. Diese dauerten jeweils zwischen 1 und 3 Minuten. Hierbei war das Thema „Früher Film“ um die Jahrhundertwende und sie zeigten die Anfänge. Den Kindern fiel auf, dass die frühen Filme noch ohne Ton und Farbe waren. Erst später kamen Tonspuren und entweder Nachcolorationen oder Farbfilme ins Spiel. Wir erfuhren etwas über die ersten Kinovorführungen und auch über die Technik, die notwendig war, um überhaupt einzelne Bilder zu bewegten Filmen zu machen.

Auch an den weiteren Tagen wurden jeweils 2 Filme angeschaut. Sie zeigten die Weiterentwicklung der Filme, verschiedene Techniken und Effekte wie Kratztechnik oder Stop-Motion. Auch gezeichnete und animierte Varianten haben wir uns angeschaut.

Nach Sichtung der Filme wurde an jedem Tag ein Aktionszeitraum angeboten, der die Filmthemen aufgriff. Hierzu gehörten:

  • Akrobatik auf der dicken Matte
  • Einen Zug nachbauen aus den großen Bausteinen
  • Die Lego-Eisenbahn aufbauen
  • Sich verkleiden
  • Ein Daumenkino basteln
  • Sich bewegende Männchen aus Pfeifenputzern basteln
  • Drachen basteln und frei oder im Luftstrom des Ventilators fliegen lassen
  • Kratzbilder gestalten
  • Geräusche nachmalen
  • Glitzerfische basteln
  • Stop-Motion Filme selber drehen

Am 5. Projekttag bekamen wir vormittags zusätzlich Besuch von Svenja Böttger und Julia von Knebel. Sie stellten sich uns kurz vor und nachmittags trafen wir uns gemeinsam mit den Kindern und den Eltern bei KommKultur in Saarlouis im Filmsaal, um uns 2 preisgekrönte Filme vom Max Ophüls Festival anzuschauen.

Wir haben uns zum einen „Fleckenlos“ angeschaut, bei dem es um einen Leoparden ohne Flecke ging, der zuerst nach einer Lösung seines Problems sucht, um sich am Ende selbst so zu akzeptieren, wie er ist.

Zum anderen „Der kleine Lüfter“, bei dem ein gelangweilter Ventilator im Büro Spielpartner findet.

Zu Gast waren heute auch die Eltern der Kinder, die sich dann im Nebenraum auch die bereits erarbeiteten künstlerischen Werke anschauen konnten.

Am Tag darauf besuchten uns Svenja und Julia erneut. Sie brachten die Statue des Max-Ophüls-Preis mit, die die Kinder alle halten durften. Außerdem erklärten sie uns, wie ein Filmfestival abläuft und ließen uns anhand zahlreicher Fotos auch hinter die Kulissen schauen. Außerdem lernten wir etwas über die Symbolik des Festivals und die Plakatgestaltung.

Die letzten beiden Tage drehten sich dann um das große Finale, bei denen allen Kindergartenkindern das Projekt bei einer Filmvorführung vorgestellt wurden. Es wurden im Vorhinein ein Kinoplakat und Einladungen gestaltet und zusätzlich Eintrittskarten verteilt. Am letzten Tag wurden den jüngeren Kindern dann 3 ausgewählte Kurzfilme und die selbstgedrehten Stop-Motion-Filme der Kinder im Kinosaal (geschmückte Turnhalle) präsentiert.  

Die Kinder haben hierbei selbst die Filme anmoderiert, ihre Werke erklärt und zu jedem Film eine Aktion angeboten, selbst Akrobatik geturnt, es gab eine Polonäse zum Thema Zug und dann noch einen wilden Boogie in der Turnhalle.

Zum krönenden Abschluss gab es für alle Kinder -  das darf ja nicht fehlen – eine kleine Tüte Popcorn. Kino halt.

Wir hatten ein sehr intensives, interessantes Projekt, das unsere Sichtweise und unser Wissen zum Thema Film sehr verändert hat. Wir schauen nun mit anderen Augen und haben wirklich viel gelernt.

Ein besonderer Dank geht von allen Kindern und Erziehern raus an Philipp Huch-Hallwachs für die organisatorische Leitung und Theresia Dittrich für die tolle Ausarbeitung des Projekts und die motivierte, interessante und spannende Durchführung mit den Kindern.

Impressionen

9 Bilder