Kleine Baumeister, große Wirkung: Kita-Kinder schaffen Lebensräume für Eidechsen und Käfer


Gemeinsam mit dem NABU-Beauftragten Hildegard Ziegler entstanden im Kitagelände eine Eidechsenhöhle und eine Käferhöhle – ein praktischer Beitrag zu Bildung für nachhaltige Entwicklung
Im Kita-Garten wurde in den vergangenen Tagen fleißig gebaut, gesammelt und gestaltet: Gemeinsam mit unserer NABU-Beauftragten haben die Kinder eine Eidechsenhöhle und eine Käferhöhle angelegt. Dabei konnten sie die Natur nicht nur beobachten, sondern selbst aktiv etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun.
Mit großer Begeisterung sammelten die Kinder Naturmaterialien wie Steine, Äste und Holzstücke und halfen beim Bau der neuen Unterschlüpfe. Unter fachkundiger Begleitung des NABU erfuhren sie, welche Tiere solche Verstecke nutzen und warum naturnahe Lebensräume für unsere heimischen Tiere so wichtig sind.
Nachhaltigkeit wird erlebbar
Die Aktion ist Teil der Bildung für nachhaltige Entwicklung in unserer Kita. Die Kinder erleben unmittelbar, dass auch kleine Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten können. Durch das gemeinsame Arbeiten entwickeln sie Wertschätzung für die Natur und lernen, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen.
Dabei werden mehrere Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen aufgegriffen:
- SDG 4 – Hochwertige Bildung: Die Kinder erwerben spielerisch Wissen über Tiere, Pflanzen und ökologische Zusammenhänge und lernen, nachhaltig zu handeln.
- SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden: Naturnahe Bereiche im Kita-Garten schaffen auch in bebauten Lebensräumen wertvolle Rückzugsorte für Tiere.
- SDG 12 – Nachhaltiger Konsum und Produktion: Für die Bauwerke wurden vorhandene und natürliche Materialien genutzt. Die Kinder erfahren, dass nicht immer neue Materialien notwendig sind.
- SDG 15 – Leben an Land: Mit der Eidechsen- und Käferhöhle entstehen kleine Lebensräume, die die heimische Artenvielfalt unterstützen.
Von Kindern für die Natur
Besonders wertvoll ist für die Kinder die Erfahrung, selbst etwas bewirken zu können. Aus Steinen, Holz und Ästen entstehen mit ihrer Hilfe kleine „Tierwohnungen“. Nun heißt es beobachten: Welche Tiere werden die neuen Verstecke entdecken? Welche Insekten lassen sich beobachten? Und vielleicht zeigt sich schon bald die erste Eidechse.
Die gemeinsame Aktion verbindet Naturerfahrung, praktisches Lernen und nachhaltiges Handeln und zeigt: Nachhaltigkeit beginnt bereits im Kindesalter – und manchmal mit einem kleinen Haufen Steine und ein paar Ästen.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserer Hildegard für die fachkundige Unterstützung und die vielen spannenden Informationen. Gemeinsam wurde damit ein weiterer kleiner Schritt für mehr Artenvielfalt und ein bewusstes Miteinander von Mensch und Natur gemacht.
