Wo stehen wir wirklich? Inklusion in unserer kath. Kita St. Elisabeth Sulzbach

Am 28.09.2026 haben wir gemeinsam darauf geschaut, wie wir Inklusion in unserem KiTa-Alltag leben. Dabei wurde deutlich: Vielfalt gehört selbstverständlich zu unserer Gemeinschaft. Jedes Kind bringt eigene Erfahrungen, Interessen, Fähigkeiten, Bedürfnisse und Ausdrucksweisen mit. Wir möchten diese Vielfalt wahrnehmen und wertschätzen, damit alle Kinder dazugehören und teilhaben können.
In unserem multikulturellen und multiprofessionellen Team bringen wir unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Fachkenntnisse zusammen. Gemeinsam begleiten wir die Kinder und überlegen, wie wir ihre individuellen Bedürfnisse im Alltag berücksichtigen können.
Wir erleben Sprache
Sprache verbindet und eröffnet Wege zur Teilhabe. Beim Vorlesen, Singen und Spielen schaffen wir viele Gelegenheiten, in denen die Kinder Sprache entdecken und sich mitteilen können. Dabei zählen für uns unterschiedliche Ausdrucksformen: Worte, Gesten, Bilder und gemeinsames Erleben.
Wir geben Orientierung durch Symbole
Viele kleine Symbole in unserem Haus helfen den Kindern, sich im Alltag zurechtzufinden. Besonders Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht beherrschen, können sich mithilfe von Bildern und Zeichen leichter orientieren und Abläufe besser verstehen.
Mit einer Lern -Uhr und einem Zeitzähler zeigen wir den Kindern, wann und wie lange unser Bistro zum Frühstück und Mittagessen geöffnet ist. Auch beim Spielen auf dem Außengelände können sie erkennen, wie viel Zeit bis zum Mittagessen bleibt und wann sie essen gehen können. So unterstützen wir sie dabei, den Tagesablauf besser einzuschätzen.
Mit einem Pin- system machen wir für die pädagogischen Fachkräfte sichtbar, in welchen Räumen sich die Kinder befinden und wer bereits gegessen hat oder noch nicht. Mithilfe von Smiley-Karten können die Kinder rückmelden, wie ihnen das Mittagessen geschmeckt hat. Symbole und Informationen unterstützen sie außerdem dabei, den Essensplan zu verstehen. Der Dino zeigt, wann unsere interne Bibliothek geöffnet ist und wann Bücher ausgeliehen werden können.
Wir machen die Last sichtbar
Mit einer symbolischen Aktion haben wir gezeigt, wie viel jede pädagogische Fachkraft im Laufe eines Tages trägt, wenn sie Kinder begleitet. Unsere Gäste erhielten einen Wanderrucksack mit Dingen, die man für diese Begleitung braucht. Sie konnten erleben, wie schwer der Rucksack war, und mussten die Last teilweise selbst weitergeben. So regten wir dazu an, über die Anforderungen pädagogischer Arbeit und die Bedeutung gegenseitiger Unterstützung nachzudenken.
Wir geben Einblicke in unser Haus
Bei einem gemeinsamen Rundgang zeigten wir unseren Gästen die Vorschulecke, die Leseecke und die interne Bibliothek, den Forscherraum, das Atelier, den Bauraum und die Turnhalle. Außerdem besuchten wir die Bühne sowie die Bereiche für Theater und Rollenspiele. Dabei konnten wir zeigen, wie Kinder an den verschiedenen Orten lernen, spielen und sich auf unterschiedliche Weise einbringen können.
Wir leben Inklusion im Alltag
Im Morgenkreis ermöglichen wir allen Kindern, sich mit Worten, Gesten und Bildern einzubringen oder einfach zuzuhören. Beim gemeinsamen Spielen unterstützen wir jedes Kind dabei, nach den eigenen Interessen und Fähigkeiten mitzumachen. Beim Essen berücksichtigen wir unterschiedliche Bedürfnisse und Gewohnheiten. Im Garten und auf dem Spielplatz entdecken die Kinder gemeinsam ihre Umgebung und finden Wege, miteinander zu spielen. Auch beim Anziehen, Aufräumen und Händewaschen erleben wir, wie sie sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.
Der Tag hat uns gezeigt, dass Inklusion in vielen kleinen Momenten unseres KiTa-Alltags entsteht. Wir nehmen mit, unsere eigene Praxis regelmäßig zu hinterfragen, die Vielfalt und die unterschiedlichen Stärken in unserem Team einzubringen und jedes Kind so zu begleiten, dass es sich zugehörig fühlt und am Alltag teilhaben kann.
