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Kleine Helfer mit großer Wirkung:Nachhaltigkeit im kath. Kinderhaus St. Nikolaus Rehlingen mit eigenem „Wurmcafé“

St-Nikolaus-Rehlingen-Wurmcafe
Datum:
21. Apr. 2026
Von:
Kath. Kinderhaus St. Nikolaus Rehlingen

Ein ungewöhnliches Projekt sorgt derzeit für große Begeisterung im katholischen Kinderhaus St. Nikolaus Rehlingen. Rund 1000 Kompostregenwürmer sind am 27. März 26 offiziell in ihr neues Zuhause eingezogen – ein sogenanntes „Wurmcafé“. Mit diesem besonderen Schritt setzt das Kinderhaus ein deutliches Zeichen für gelebte Nachhaltigkeit und Umweltbildung im Alltag.

Ziel des Projekts ist es, Kinder frühzeitig für Themen wie Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft zu sensibilisieren. Durch das Wurmcafé lernen die jungen Entdecker auf anschauliche Weise, wie aus vermeintlichen Abfällen wertvolle Ressourcen entstehen. Lebensmittelreste, die sonst im Müll landen würden, werden von den fleißigen Würmern zersetzt und in nährstoffreichen Wurmhumus umgewandelt. Zusätzlich entsteht dabei sogenannter „Wurmtee“, ein natürlicher Flüssigdünger, der den Pflanzen wichtige Nährstoffe liefert.

Doch nicht nur der ökologische Nutzen steht im Vordergrund. Auch pädagogisch bietet das Projekt vielfältige Lernchancen. Die Kinder erfahren hautnah, wie wichtig selbst kleinste Lebewesen für das ökologische Gleichgewicht sind. Mit viel Neugier und Engagement haben sie die zweite Etage des Komposters eigenständig für ihre neuen Mitbewohner vorbereitet. Gemeinsam wurden Erde, Obstreste wie Apfel- und Birnenschalen, feuchte Pappe, Kaffeesatz und eine schützende Hanfmatte eingefüllt.

Die Einrichtung des Wurmcafés löste bei den Kindern große Begeisterung aus. Mit sichtbarer Freude und Fürsorge gestalteten sie das neue Zuhause der Würmer und übernehmen nun Verantwortung für deren Pflege. Es ist beeindruckend zu sehen, wie achtsam und interessiert die Kinder mit den Tieren umgehen.

In etwa sechs Monaten wird der erste Wurmhumus bereit zur Verwendung sein – genau rechtzeitig, um die Hochbeete der Einrichtung auf die Winterruhe vorzubereiten. So schließt sich der Kreislauf: Aus Abfällen entsteht neue, fruchtbare Erde, die wiederum das Wachstum zukünftiger Pflanzen unterstützt.

Das Projekt soll die Kinder über das gesamte Jahr hinweg begleiten. Die pädagogischen Fachkräfte freuen sich darauf, gemeinsam mit den kleinen Forschern die Entwicklung der Würmer zu beobachten und die Veränderungen im eigenen Garten hautnah mitzuerleben.